Nachhaltigkeit in der elektronischen Sicherheitsbranche
Aufbau einer nachhaltigen Kultur entlang der gesamten Lieferkette
Um eine nachhaltige Zukunft für unseren Planeten zu sichern, müssen alle Organisationen Verantwortung übernehmen und ihren ökologischen Fußabdruck reduzieren. Diese Aufgabe betrifft die gesamte Sicherheits-Lieferkette – von Technologieherstellern über Systemintegratoren bis hin zu Endkunden.
Der globale Kampf gegen den Klimawandel ist zu einer dringenden Priorität geworden. Unternehmen müssen daher proaktiv handeln, um Emissionen zu senken – unter anderem durch Investitionen in neue Prozesse und Technologien, die ihre Dekarbonisierungs- und Nachhaltigkeitsziele unterstützen.
Für Einkaufs- und Beschaffungsentscheider spielt der ökologische Fußabdruck von Produkten und Dienstleistungen mittlerweile eine zentrale Rolle. Das gilt auch für die Auswahl von Sicherheitstechnologien. Dabei müssen Unternehmen berücksichtigen, wie sich ihre Technologieentscheidungen auf interne Nachhaltigkeitsziele sowie auf CSR-Anforderungen (Corporate Social Responsibility) im Rahmen der UN-Nachhaltigkeitsziele (SDGs) und der Science Based Targets Initiative (SBTi) auswirken.
Entscheidend ist, dass Umweltinformationen zu Produkten, Lösungen und Anbietern transparent verfügbar sind. Genau hier kommt der Sicherheitsmarkt zunehmend in Bewegung.
Besonders wichtig sind dabei Hersteller von Sicherheitstechnologien. Sie spielen eine Schlüsselrolle bei der Stärkung von Nachhaltigkeit in der gesamten Branche – von der Rohstoffbeschaffung über die Produktion bis hin zu Verpackung und Distribution.
Jeder dieser Schritte hat direkten oder indirekten Einfluss auf die Umwelt. Deshalb wird es immer wichtiger, diese Auswirkungen messbar zu machen. Integratoren und Endkunden achten zunehmend auf Nachhaltigkeitskriterien bei Investitionsentscheidungen.
Positiv ist, dass viele Anbieter inzwischen energieeffizientere Produkte entwickeln und ihre Nachhaltigkeitsleistungen klarer kommunizieren – insbesondere im Hinblick auf ESG-Kriterien (Environmental, Social, Governance).
Dazu gehören auch Angaben zu Energieverbrauch und Emissionsfaktoren, um den CO₂-Fußabdruck einzelner Produkte und Lösungen transparenter darzustellen.e carbon footprint attributed to individual products and solutions.
3 Wege, Nachhaltigkeitsherausforderungen mit Technologie zu bewältigen
Technologische Innovationen im Sicherheitsbereich ermöglichen heute weit mehr als reine Schutzfunktionen. Neben Sicherheit werden Systeme zunehmend auch zur Optimierung von Prozessen sowie zur Unterstützung von Nachhaltigkeitszielen eingesetzt.
Im Folgenden werden einige mögliche Anwendungsfälle vorgestellt, die dies verdeutlichen:
Reduzierung von Vor-Ort-Einsätzen durch Fernvernetzung
Der Fernzugriff auf Sicherheitssysteme bietet Komfort- und Nachhaltigkeitsvorteile. Kunden können ihre Systeme über mobile Anwendungen überwachen und steuern, was einen besseren Überblick über das gesamte Sicherheitskonzept ermöglicht.
Für Dienstleister bedeutet Remote-Zugriff effizientere Wartung und schnellere Fehlerbehebung.
Aus Nachhaltigkeitssicht gilt: Jede eingesparte Anfahrt reduziert CO₂-Emissionen. Weniger Vor-Ort-Einsätze bedeuten somit einen geringeren Energieverbrauch und eine bessere Umweltbilanz.
Einsatz emissionsarmer Alternativen
Mit zunehmendem Fokus auf Nachhaltigkeit stellen Hersteller mehr Informationen über den ökologischen Einfluss ihrer Produkte bereit.
Diese finden sich häufig in Produktdatenblättern oder Environmental Product Declarations (EPDs), die den CO₂-Fußabdruck über den gesamten Lebenszyklus eines Produkts darstellen.
So können Unternehmen fundierter entscheiden und den CO₂-Ausstoß ihrer Sicherheitsinfrastruktur gezielt berücksichtigen.
Nutzung von Videoanalyse- und Belegungsdaten
Facility Manager nutzen Daten, um Gebäude effizient zu steuern. Zutrittskontroll- und Videoüberwachungssysteme liefern dabei wertvolle Informationen über Nutzungsmuster.
Beispielsweise erfassen Zutrittssysteme jeden Ein- und Austritt und ermöglichen so die Analyse von Bewegungsströmen und Auslastung.
Videoanalyse kann zusätzlich Personen zählen und die Auslastung von Bereichen in Echtzeit oder über längere Zeiträume sichtbar machen.
Diese Daten helfen dabei, Energieverbrauch gezielt zu reduzieren – etwa durch das Abschalten von Beleuchtung, Heizung oder Klimaanlagen in ungenutzten Bereichen.
„Unser Engagement für Nachhaltigkeit basiert auf den Bedürfnissen unserer Kunden. Durch die Zusammenarbeit mit Kunden und Partnern wollen wir langfristige Nachhaltigkeit in der elektronischen Sicherheit fördern – mit dem Ziel, die Welt heute und in Zukunft sicherer zu machen.“
Kristi Keating
Vice President Sustainability, Securitas Technology
Neben der Notwendigkeit für alle Organisationen, zu den globalen Zielen für nachhaltige Entwicklung beizutragen, ist Nachhaltigkeit ein zentrales Thema, das die Sicherheitsbranche vollständig annehmen muss. Jeder Akteur in dieser Branche – einschließlich Hersteller, Softwareentwickler, Distributoren, Installateure, Systemintegratoren und Dienstleister – kann einen wichtigen Beitrag zur Förderung von Nachhaltigkeit leisten.
Darüber hinaus kann der starke Fokus auf Innovation innerhalb der Lieferkette dazu führen, dass weitere Möglichkeiten entstehen, aufzuzeigen, wie Sicherheitstechnologien sowohl einen Mehrwert für Kunden bieten als auch ihre Nachhaltigkeitsziele unterstützen können.
Erfahren Sie mehr über nachhaltige Sicherheit in unserem Global Technology Outlook Report